RED.FIGHTS: Film + Diskussion

Mitt­woch, 9.​April 2014

17:00 Uhr
Li­li­en­schän­ke
Nie­der-​Ram­städ­ter-​Stra­ße 170

21:00 Uhr
Au­di­ma­xx, TU Darm­stadt
Ka­ro­li­nen­platz 5

EIN­TRITT FREI

In Zu­sam­men­ar­beit mit dem AStA der Hoch­schu­le Darm­stadt zeigt die Fan- und För­der­ab­tei­lung des „SV Darm­stadt 98“ den Film „Blut muss flies­sen“.

„Nah­kampf“, „Noie Werte“, „Ka­te­go­rie C“, „Sleip­nir“, „Land­ser“, „Lu­ni­koff Ver­schwö­rung“, „Ham­mer­s­kins“, „Blood and Ho­nour“, „To­ten­kopf Ver­sand“, „Wer­wolf Re­cords“…

All diese Namen we­cken in ei­ni­gen von uns Er­in­ne­run­gen und schaf­fen As­so­zia­tio­nen. Was damit ver­bun­den wird ist je­doch oft nichts greif­ba­res. Denn da­hin­ter ste­cken Bands, Plat­ten­ver­la­ge und Netz­wer­ke der rech­ten Szene. Einer Szene, die oft im ge­hei­men agiert, deren Kon­zer­te kon­spi­ra­tiv und somit nicht für jeden zu­gäng­lich sind – und doch einer Szene, in der jähr­lich Mil­lio­nen um­ge­setzt wer­den und in der Ju­gend­li­che über das Me­di­um „Musik“ mit Ideo­lo­gi­en von Ras­sen­hass, Mord und Tot­schlag in Kon­takt kom­men. Die Musik dient hier als Ein­stieg und erste Sen­si­bi­li­sie­rung für ex­trem rech­te Theo­ri­en und Ideo­lo­gie.

„Der Rechts­rock schlägt den Takt, der eine ganze Ju­gend­kul­tur be­wegt – eu­ro­pa­weit.“

Über einen Zeit­raum vom knapp 15 Jah­ren ist der Un­der­co­ver-​Jour­na­list „Tho­mas Kuban“ tief in diese Szene ein­ge­taucht und hat mit ver­steck­ter Ka­me­ra auf sol­chen Kon­zer­ten ge­filmt. Was die Ka­me­ra zeigt sind Ver­an­stal­tun­gen, wie sie wö­chent­lich statt­fin­den, Ver­an­stal­tun­gen auf denen das Ge­setz außer Kraft ge­setzt scheint, wo das „Zei­gen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Kenn­zei­chen“, der „Hit­ler­gruß“ und „Volks­ver­het­zung“ „Sa­lon­fä­hig“ und an der Ta­ges­ord­nung schei­nen.

Der Re­gis­seur Peter Oh­len­dorf hat zu­sam­men mit Tho­mas Kuban dar­aus einen Do­ku­men­tar­film ge­macht, einen Film der ver­bo­te­nes eben­so zeigt, wie Ver­harm­lo­sun­gen durch Ver­fas­sungs­schüt­zer und Po­li­tik, einen Film der auf­rüt­teln und sen­si­bi­li­sie­ren soll, der je­doch bis­her von kei­ner Sen­de­an­stalt ge­kauft wurde und die Ma­cher daher auch zu gro­ßer fi­nan­zi­el­ler Ei­gen­in­itia­ti­ve zwang.

Re­gis­seur Peter Oh­len­dorf wird bei bei­den Ver­an­stal­tun­gen vor Ort sein und im An­schluss an den Film für eine an­ge­reg­te Dis­kus­si­on zur Ver­fü­gung ste­hen.